8 Excel Hacks für SEA-Einsteiger

Für einen Search Engine Advertiser führt kein Weg an MS Excel vorbei. Dieser Blogeintrag bietet viele nützliche Tipps, um die tägliche Arbeit mit diesem Tool effizienter zu gestalten.

Fangen wir erst einmal mit zwei Hacks für „Einsteiger“ an:

laenge

Eine große Hilfe bei dem Schreiben von Textanzeigen ist die „Längen“-Formel. =länge()

Mit dieser Formel lässt sich in einer separaten Zelle (Bsp. Bild 1 Zelle D2) die Zeichenanzahl einer gewünschten Ziel-Zelle (Bsp. Bild 1 Zelle C1) als absolute Zahl ausweisen. Dies ist vor dem Hintergrund begrenzter Zeichenanzahlen in Überschriften, Beschreibungen oder Pfaden ein toller Kontrollmechanismus der eigenen Textvorschläge.

Diese Formel lässt sich wunderbar mit bedingten Formatierungen kombinieren. So können wir (s. Bsp. Bild 1) zusätzlich zur Längenzählung eine rote Einfärbung der Zelle vorgeben, wenn die Zeichenanzahl den vorgegebenen Wert übersteigt.

verketten

Bei vielen unterschiedlichen Aufgabenstellungen ist die „Verketten“-Formel ein nützlicher Begleiter. =verketten()

Wie in diesem Beispiel (Bsp. Bild 2) kann diese Formel dazu benutzt werden, einzelne Zellen in einer separaten Zelle aneinandergereiht auszuweisen.

Besonders hilfreich ist dies bei der Erstellung von standardisierten Textanzeigen, in welchen wir lediglich einzelne Attribute variieren wollen.

Kommen wir aber nun zu ein paar nützlichen Hacks für „Fortgeschrittene“ User.

Pivot-Tabellen

pivot1

Pivot-Tabellen sind unser bester Freund, wenn wir viele Datensätze kumuliert betrachten möchten.

In unserem Beispiel (Bild 3) haben wir einen Datensatz über Keywords und deren Performance an verschiedenen Wochentagen. Wir wollen nun die Performance der einzelnen Wochentage betrachten, ohne dabei die einzelnen Keyword-Daten manuell zu errechnen.

Wir markieren den gesamten Datensatz und fügen eine Pivot-Tabelle ein. In dem Pivot-Reiter lassen sich nun die Werte des vorgegebenen Datensatzes beliebig kombinieren. Unserer Zielstellung folgend, fügen wir die einzelnen Wochentage den Zeilen hinzu sowie die Performance-Werte den kumulierten Spalten. (Bsp. Bild 4) Nun werden uns wie gewünscht die Performancewerte für jeden Wochentag ausgewiesen.

Die Pivot-Tabelle lässt sich natürlich für viele weitere Aufgabenstellungen der Datenübersicht heranziehen.

„Glätten“-Formel

glaetten

Die „Glätten“-Formel bereinigt unsere Zellen von überflüssigen Leerzeichen. =glätten()

Gerade beim Schreiben von Textanzeigen kann es schnell mal passieren, dass ein Leerzeichen zu viel verwendet wird. Um diesen Schönheitsfehler zu korrigieren, benutzen wir die „Glätten“-Formel.

Diese Formel weist den Text einer Zielzelle geglättet ohne doppelte Leerzeichen in einer separaten Zelle aus.

gross_klein

Die „Groß“- und „Klein“-Formeln können eine Menge Arbeit ersparen. =gross() , =gross2() , =klein()

Die „Klein“-Formel können wir dazu benutzen, alle Buchstaben einer Ziel-Zelle in einer separaten Zelle in Kleinschreibweise auszuweisen. Im Gegensatz dazu können wir mit der „Groß“-Formel auch eine Großschreibweise erzielen. Möchten wir nur den ersten Buchstaben jedes Wortes in Großschreibweise geschrieben haben, so schafft die zweite „Groß“-Formel Abhilfe.

Ebenso wie die „Glätten“-Formeln, können diese Formeln zu einer schnellen Korrektur von Zellen herangezogen werden.

„Wechseln“-Formel

wechsel

Die „Wechseln“-Formel ermöglicht es uns, Wörter sehr schnell in Broad-Match-Modified-Keywords zu verwandeln.  =“+“&WECHSELN(A2;“ „;“+“)

Möchten wir beispielweise eine Vorschlagsliste zu neuen Keywords in Broad Match Modified Keywords umwandeln, so benötigen wir vor jedem Wort ein +. Die Suchen-und-Ersetzen Funktion kann uns hierbei leider nur bedingt helfen, dafür jedoch die Wechselformel. Wird diese (wie oben beschrieben) eingefügt, bekommen wir vor jedes Wort ein + gezaubert.

„Sverweis“-Formel

sverweis

Der „SVerweis“ ist eine Art Nachschlagewert. Er eignet sich vor allem dazu, Daten in großen Tabellenblättern zu finden und einen bestimmten Wert auszugeben. So kann man z.B. Performance-Werte für ein Keyword in einem anderen Datenblatt suchen und es ins eigene ausgeben lassen.

Tendenziell benötigt man 4 Informationen, um die Formel anwenden zu können:

Suchkriterium: Zelle (z.B. Keyword), die im anderen Datenblatt gesucht werden soll. Tipp: Kann immer nur eine Zelle sein.

Matrix: Der Bereich bzw. das Datenblatt, in dem sich der zu suchende Wert befindet. Tipp: Der zu suchende Wert sollte immer in der ersten Spalte des Bereichs stehen, damit die Formel funktioniert. Steht er beispielsweise in Zelle C2, sollte die Matrix mit Spalte C beginnen.

Spaltenindex: Gibt die Spaltennummer an, in der sich der auszugebende Wert befindet. In unserem Beispiel die 2.

Wahr/Falsch: Diese Angabe ist optional. Hier sollte man Falsch angeben, wenn man eine genaue Übereinstimmung mit dem zu suchenden Wert haben möchte. Wenn man nichts angibt, ist per default Wahr eingestellt, was eine ungefähre Übereinstimmung beinhaltet.

Das Beispiel oben zeigt die Einrichtung eines SVerweises, damit die CTR für das Keyword „elbmarketing“  ausgegeben wird.

Insidertipp: Das Geheimnis des SVerweises besteht in der Anordnung der Daten. Das Suchkriterium sollte sich Links des zu suchenden Ausgabewertes befinden.

Teilergebnis“-Formel

teilergebnis

Jeder weiß, Filter machen die Datenanalyse von großen Datentabellen sehr viel übersichtlicher. Mit der „Teilergebnis“-Formel kann man sich gefilterte Ergebnisse anzeigen lassen. Möchte man z.B. die Einsparung an Kosten bei auszuschließenden Keywords aus dem Suchanfragebericht errechnen, gibt die Formel die Summe der Kosten für die gefilterten Negatives aus.

Mit der Formel kann man neben Summen auch zahlreiche weitere Kalkulationen wie Mittelwert etc. bilden, diese entsprechen alle einer bestimmten Nummer. In unserem Beispiel wollen wir eine Summe berechnen, daher geben wir hier die „9“ an.

=Teilergebnis(9;Zellbereich)

Weitere Zahlenkürzel für Kalkulationen sind beispielsweise:

bildschirmfoto-2016-12-12-um-22-06-02

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