Der Google Ads Editor: 9 Tipps für eine effizientere Nutzung

Mit dem kostenlosen Google Ads Editor können Google-Ads-Konten im Offline-Modus schnell und unkompliziert verwaltet werden. Besonders vorteilhaft ist dabei die Möglichkeit der Bulk-Änderungen: kampagnenübergreifendes Aktivieren oder Deaktivieren von Suchnetzwerkpartnern, Kopieren und Einfügen von Anzeigenerweiterungen in verschiedene Kampagnen, Ersetzen von Text in Anzeigen usw. – alles das ist blitzschnell umgesetzt und es ist sogar kontoübergreifendes Kopieren und Einfügen möglich.

 

Doch das Powertool von Google kann mehr: Entdecken Sie in diesem Beitrag weitere nützliche Funktionen und versteckte Möglichkeiten, um den Google Ads Editor noch effizienter zu nutzen!

 

Tipp 1: Back-up vom Konto erstellen

Grundsätzlich sollte jeder Werbetreibende regelmäßig ein Back-up vom gesamten Google-Ads-Konto erstellen. Mit dem Editor ist dies in wenigen Sekunden erledigt.

Menüpfad: Konto > Exportieren > Ganzes Konto exportieren

Tipp 2: Mehrere URLs gleichzeitig anpassen

Diese Funktion kann viel Arbeit ersparen, wenn gleich mehrere URLs im Konto bearbeitet werden müssen (z.B. Anhängen von Parametern an die URL).

Menüpfad: Bearbeiten > URLs ändern

Abb. 1: Menüauswahl „URLs ändern“ im Google Ads Editor

Tipp 3: Keyword-Duplikate finden

Mit dem Editor kann in Sekundenschnelle ermittelt werden, ob sich im Konto identische Keywords befinden. Vor allem bei Konten mit einer hohen Keyword-Anzahl ist diese Möglichkeit sehr hilfreich, um doppelte Keywords, die miteinander in Konkurrenz treten können, ausfindig zu machen.

Menüpfad: Tools > Identische Keywords suchen

Abb. 2: Menüauswahl „Identische Keywords suchen“ im Google Ads Editor

Tipp 4: Ausrichtung der Zielgruppenlisten überprüfen

Die Ausrichtungseinstellungen der Zielgruppenlisten („Ausrichtung“ vs. „Beobachtung“) sind für die Ausspielung der Anzeigen und die Gebotseinstellungen äußerst wichtig. Mithilfe des Editors ist es im Bearbeitungsfeld möglich, im Handumdrehen zu überprüfen, ob die Ausrichtungsmethode wie gewünscht eingestellt ist und diese ggf. zu ändern.

Menüpfad: Flexible Reichweite

Abb. 3: Menüauswahl „Flexible Reichweite“ im Google Ads Editor

Tipp 5: Werbezeitplaner kopieren

Schnelles Kopieren und Einfügen des eingestellten Werbezeitplaners in weitere Kampagnen – mit dem Editor auf diesem Weg möglich:

Menüpfad:Kampagne mit Werbezeitplaner markieren >Bearbeiten > Shell kopieren >
entsprechende Kampagne ohne Werbezeitplaner markieren> Werbezeitplaner > EINFÜGEN

Abb. 4: Menüauswahl „Werbezeitplaner einfügen“ im Google Ads Editor 

Tipp 6: Shortcuts nutzen

Diese Shortcuts finden wir besonders nützlich:

Doch es gibt noch viele weitere. Eine ausführliche Liste stellt Google hier bereit:

https://support.google.com/adwords/editor/answer/54654?hl=de

Hack 7: Benutzerdefinierte Regeln verwenden

Dieses Symbol ist vermutlich jedem Werbetreibenden, der den Editor nutzt, bekannt. Hinter diesem Zeichen verstecken sich Verbesserungsvorschläge bzw. -hinweise von Google für das Konto (z.B. weniger als vier Sitelink-Erweiterungen in einer Kampagne, keine hinterlegten Zielgruppenlisten etc.). Unter „Benutzerdefinierte Regeln“ finden Sie eine Übersicht aller hinterlegten Regeln, die Sie für Ihre Zwecke individuell festlegen können.

Hierbei haben Sie nicht nur die Möglichkeit, Benachrichtungen und Warnhinweise anzeigen zu lassen, sondern können einen bestimmten Upload sogar verhindern (z.B. um zu vermeiden, dass in einer Wettbewerber-Kampagne der Wettbewerber-Brand in die Headline der Anzeige rutscht, wenn die Keywordplatzhalter-Funktion verwendet wird).

Abb. 5: Menüauswahl „Benutzerdefinierte Regeln“ im Google Ads Editor

Die Möglichkeiten, die Google zur Regelerstellung bietet, sind hier zusammengefasst:

https://support.google.com/adwords/editor/answer/7437941?hl=de

Tipp 8: Filterfunktion verwenden und leere Felder ausblenden

Die Filterfunktion schafft eine Übersicht in der Bedienung und macht das Arbeiten mit dem Editor deutlich schneller. Nutzen Sie diese, um sich z.B. nur aktive Kampagnen oder Anzeigengruppen darstellen zu lassen. Sie können auch nach bestimmten Kampagnentypen, wie z.B. Display-Kampagnen, filtern.

Abb. 6: Filterfunktion im Google Ads Editor, um z.B. nur bestimmte Kampagnentypen einzublenden

Im unteren Bereich des Editors werden stets zahlreiche Felder angezeigt, die über keinen Inhalt verfügen, da sie entweder irrelevant für bestimmte Kampagnen(typen) sind oder noch nicht bearbeitet wurden. Mit dem Filtersymbol können Sie alle leeren Felder oder auch gezielt bestimmte Felder ausblenden.

Abb. 7: Filterfunktion im Google Ads Editor, um z.B. leere Felder auszublenden

Tipp 9: Kampagnen- und Anzeigengruppennamen ändern

Eine weitere äußerst arbeitserleichternde Funktion: Durch Markieren von Kampagnenoder Anzeigengruppen und dem anschließenden Shortcut Strg + h können über das Fenster, das sich nun öffnet, Textteile ausgetauscht bzw. ersetzt werden. Ein weiterer Reiter ermöglicht zudembei den ausgewählten Kampagnen Textteile vor oder hinter den ursprünglichen Kampagnennamen zu setzen.

Abb. 8: Änderung von Kampagnennamen im Bulk-Verfahren im Google Ads Editor

 

Fazit

Allein durch die Möglichkeit der Bulk-Bearbeitung oder der Erstellung und Anpassung von Kampagnen im sicheren Offline-Modus ist der Google Ads Editor unverzichtbar. Doch mit der ein oder anderen (versteckten) Funktion kann das Arbeiten mit dem Tool noch effizienter gestaltet werden.

Wir nutzen diese Tipps bereits in der täglichen Anwendung, probieren auch Sie sie aus!

Wenn Sie den Editor noch nicht installiert haben, können Sie die Anwendung hier kostenlos herunterladen:

https://ads.google.com/intl/de_de/home/tools/ads-editor/

Installieren Sie die Anwendung, indem Sie den notwendigen Schritten folgen. Öffnen Sie anschließend den Editor und verknüpfen Sie Ihr Google-Ads-Konto mit der Anwendung; klicken Sie hierfür in der Maske Kontoverwalter auf den Menüpunkt „Hinzufügen“.

Abb. 9: Menüauswahl „Konto hinzufügen“ im Google Ads Editor

 

Autorin:  Julia Moik – Account Managerin und SEA Spezialistin bei elbmarketing

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