Recap – SEAcamp 2014 in Jena

Am 10.04. trafen sich bereits zum zweiten Mal SEA-Experten und -Interessierte zum SEAcamp in Jena. Unter dem Motto „Each one teach one“ luden auch in diesem Jahr die Veranstalter  Thomas Grübel, Andreas Hörcher, David Schlee und Olaf Kopp zum “einzigen PPC- / SEA-Bar Camp mit Schwerpunkt Google AdWords“.

 

elbmarketing war wie im vergangenen Jahr auch wieder dabei und ist auch dieses Jahr überzeugt: dieses Format macht Sinn und sollte sich durchsetzen!

Nach der Anmeldung im lichtdurchfluteten Foyer des Hotels Steigenberger Esplanade in Jena startete direkt die kurze und herzliche Vorstellungsrunde sowie Session Planung, die ein kurzes Vorstellen der Speaker und ihrer geplanten Themen beinhaltete. Die Aktualität & Notwendigkeit dieses Formats wurde bereits in dieser ersten Runde sichtbar – als aus aktuellem Anlass spontan noch eine Session zu Googles Ankündigung „paid search queries“ als „not provided“ darzustellen“ eingeplant wurde.

Die Sessions

Die insgesamt 21 geplanten Sessions beinhalteten Themen aus den Bereichen Basic, Advanced und Experts.

Tobias Pappert startete die erste Session mit einer „Checkliste zur Accountübernahme“.  Neben den Zielvorgaben des Kunden beschäftigte sich Tobias mit den anderen zwei Pfeilern Analyse (der Struktur, der Performance und der Potentiale) und Umsetzung. Das von ihm skizzierte Vorgehen stieß bei dem Großteil der Zuhörer auf Zustimmung, wenn auch beim Besprechen der Vorlieben für Standardeinstellungen die ersten Diskussionen zur Bedeutung von Keyword Matchtypes und die Ausrichtung von Kampagnen aufkamen. Auch der Tipp, Kampagnen zu Beginn sinnvoll umzubenennen und unrentable Keywords, die man zu Beginn einer Werbekampagne ggf. zugunsten einer kurzfristigen Verbesserung pausiert, längerfristig wieder zu testen, stieß auf Zustimmung.

Daniel Karlovic widmete sich im großen Saal der Thematik des systematischen Brand Biddings. Daniel gelang es anschaulich herauszuarbeiten, wieviel Schaden durch Brand Bidder angerichtet werden kann – und wie man die Schäden minimieren kann. Fakten zu Klickverlust  (-16%)  und CPC-Erhöhung auf den eigenen Brand (10x mal höher)  und nicht zuletzt der Imageverlust, unter dem ein Unternehmen aufgrund von unseriösen Anzeigen leiden kann, sind Argumente, die man beim nächsten Blick auf seine Brand-Anzeigen sicherlich im Hinterkopf haben wird. Es wurde auch noch mal deutlich gemacht, wie professionell Ad-Hijacker heutzutage vorgehen, beispielsweise durch regionales Vorgehen außerhalb der Reichweite von Unternehmen und Agenturen. Im weiteren Verlauf zeigte Daniel am eigenen Tool Fall-Beispiele auf sowie die daraus zu ziehenden Konsequenzen gegenüber den identifizierten Brand Biddern auf. Eine interessante Zwischenbemerkung  eines Rechtsanwaltes war die Information, dass der Google Markenschutz als unlauterer Wettbewerb vor Gericht geahndet werden könne.

Die nächste Session mit dem packenden Titel „Phrase ist tot – lang lebe Broad Match Modified“?! von Sophia Skuratowicz behandelte einen Test der Keyword Matchtypes phrase und modified broad am Beispiel eines Keywords.  Sophia stellte dazu dem interessierten Publikum die Vorgehensweise sowie das dazugehörige Testergebnis vor. Heraus kam, dass sowohl die CR als auch der CPO bei dem modified broad besser war als bei dem phrase Keyword. Als Fazit dieser Session bleibt hängen: im Long Tail Bereich ist modified broad das neue phrase!

Nach einem ausgiebigen Mittagessen, das auch aufgrund der Sitzgelegenheiten und der Atmosphäre zu einem ersten Kennenlernen und Austausch einlud, wurde in der nächsten Session eine Toolübersicht  im Bereich SEA angestrebt: Kampagnen-, Bid-Management- und weitere Tools wurden dabei betrachtet und verglichen. Nach einer Sammlung bekannter Tools durch Thomas Lange wurde ganz in Barcamp-Manier offen diskutiert und Meinungen ausgetauscht. In der Sparte sonstige Tools wurde u.a. auch die wachsende Bedeutung von Datenfeedmanagement-Tools durch PLAs bzw. Google Shopping deutlich.

Auch die Session von Holger Schulz widmete sich dem Thema Tools für AdWords, dieses Mal allerdings mit dem Fokus auf Anwender. Erwähnenswert ist hier sicherlich der Usability Booster, der mit einem Add-On ermöglicht, Inhalte in AdWords Feldern komplett darzustellen und somit einige Klicks bei der täglichen Arbeit einsparen kann. Neben der AdWords Suchanfragenanalyse zeigte diese Session vor allem, welche Möglichkeiten mit  AdWords Skripts mittlerweile möglich, machbar und sinnvoll sind.

Die nächste Session widmete sich dem Themenbereich  Automatisierung bei AdWords und wurde von Thomas Grübel unter dem Titel „Automatisierung statt Sehnenscheidenentzündung“ präsentiert. Mit Kniffen und Tricks im Google Alltag mit  AdWords, Excel, Google Docs und AWQL wurde diese Session dann auch begonnen.  Auch wenn nicht unbedingt alle Schritte in Excel etc. an der Leinwand oder dem Monitor sofort nachvollzogen werden konnten, war die Thematik sicherlich für den ein oder anderen eine Anregung, sich über die mögliche Zeitersparnis bei der tagtäglichen Kampagnenarbeit Gedanken zu machen.

Aus aktuellem Anlass widmete sich eine der letzten Sessions rund um Olaf Kopp den „not provided“ Ankündigungen von Google. Nach einer längeren Diskussion kam man überein, dass sich die „not provided“-Daten auf den Bereich „referral“ beziehen müssen und AdWords davon nicht betroffen sein würde. Anders könnte es allerdings denen gehen, die sich bei der Conversionanalyse nur auf Drittanbieter verlassen. Dort könnten zukünftig nur noch die gebuchten Keyword-Conversions aber keine Suchanfrage-Conversions mehr übermittelt werden. Das Ende der Veranstaltung nutzend wurden noch Überlegungen eingeworfen, mit welcher Enthüllung Google AdWords am 22. 04. überraschen wird.

Fazit: Auch in diesem Jahr wusste das SEAcamp als Format, in dem der Inhalt und Austausch im Vordergrund steht, zu überzeugen – nicht zuletzt aufgrund der angenehm lockeren Atmosphäre, dem kleineren Rahmen und der spannenden Themen.

elbmarketing freut sich schon jetzt auf das 3. SEAcamp im nächsten Jahr!

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