So steigern Sie Ihre App-Downloads

Morgens nach dem Aufstehen greifen die meisten von uns vermutlich direkt zum Smartphone – und es ist oft auch das Mobiltelefon, womit wir uns als Letztes vor dem Schlafengehen beschäftigen. Apps spielen dabei eine entscheidende Rolle. Die Branche boomt, gleichzeitig sind die Erwartungen der Nutzer hoch. Denn das Herunterladen einer App ist oftmals mit Kosten verbunden und diese wollen gut investiert sein. Auch der benötigte Handyspeicher spielt eine wichtige Rolle bei der Entscheidung zum Download.

Als App-Anbieter steht man also vor einigen Herausforderungen. Hinzu kommt, dass natürlich auch die Konkurrenz im App-Store sehr groß ist. Doch wie schafft man es nun, möglichst viele Downloads für seine App zu erzielen und die Bekanntheit der App zu steigern?

Universelle App-Kampagnen bieten eine einfache und effiziente Möglichkeit, Ihre App in der Google-Suche, im Play Store, auf YouTube und im Google Displaynetzwerk zu bewerben. Hierfür müssen Sie lediglich einen ansprechenden Anzeigentext von vier Textbausteinen à 25 Zeichen erstellen. Zusätzlich können Sie Banner und Videos nutzen.

Mithilfe maschineller Lernalgorithmen analysiert Google dann Millionen von Signalen in Echtzeit und erstellt relevante Anzeigenkombinationen aus Ihren Assets. Vor allem vor dem Hintergrund, dass zukünftig ausschließlich dieses Format zur Bewerbung von Apps genutzt werden kann, möchten wir Ihnen in diesem Beitrag die wichtigsten Best Practices noch einmal vorstellen.

 

Best Practices für mehr App-Downloads:

Viele App-Anbieter sind unzufrieden mit ihrer App-Bewerbung, weil die App-Downloads weit hinter ihren Erwartungen zurückliegen. Stellen Sie sicher, dass die User über Ihr App-Angebot informiert sind und setzen Sie sich gegen die Konkurrenz im Google Play Store durch! Diese Herausforderungen können Sie mit universellen App-Kampagnen meistern. Um eine solche Kampagne zu erstellen, benötigt es die folgenden Schritte:

  1. Um App-Installationen zu messen, müssen Sie für die Android-App das AdWords-Konto mit Google Play und für die iOS-App den AdWords-Account mit Firebase verknüpfen.
  2. Den optimalen Ziel-CPI (Cost-per-Install) ermitteln Sie, indem Sie festlegen, wie viel Ihnen ein App-Nutzer wert ist.
  3. Damit die Kampagne optimal funktioniert, sollte als Tagesbudget 50x der Ziel CPI angesetzt werden, z.B. bei Ziel CPI von 2€ müssten dann 100€ pro Tag eingesetzt werden
  4. Laden Sie eine Vielzahl an Text-, Video- und Bild-Assets hoch, aus denen die Anzeigen erstellt werden können.
  5. Verändern Sie Ihren CPI höchstens um 10–20% pro Tag, um stabilere Ergebnisse zu erzielen.
  6. Für iOS und Android müssen Sie jeweils eine eigene Kampagne erstellen.

 

Best Practices für mehr In-App-Aktionen:

Es gibt vermutlich mehrere Nutzeraktionen, die für Ihr Unternehmen wichtig sind. Während Sie ein oder zwei Endziele (zum Beispiel einen Kauf) haben, sind die Zwischenschritte zur Erreichung dieses Ziels ebenfalls relevant. Verschiedene Branchen haben unterschiedliche Arten von Ereignissen, die hier von Bedeutung sind. Zum Beispiel haben viele Game-Apps ein Konzept von Ebenen und In-App-Einkäufe für virtuelle Güter. E-Commerce-Apps hingegen haben ein Konzept von Suchen und Hinzufügen von Elementen zu einem Einkaufswagen. Diese Art von Ereignissen sind wertvoll, um AdWords für die beste Optimierung zu messen und zu reporten. Denken Sie also an die Benutzererfahrung innerhalb Ihrer App und wählen Sie In-App-Ereignisse, die für Ihr Wachstum besonders zielführend sind. Nachfolgend finden Sie alle zu beachtenden Punkte in der Übersicht:

  1. Um In-App-Aktivitäten zu messen, müssen Sie für Android das AdWords-Konto mit Google Play und für iOS den AdWords-Account mit Firebase verknüpfen.
  2. Bei einer In-App-Aktion legen Sie Ihren Ziel-CPA auf den Gewinn pro In-App-Aktion fest.
  3. Das optimale Tagesbudget für In-App-Aktionen ist das 10-Fache Ihres Ziel-CPAs.

 

Best Practices für Creatives:

Besonders entscheidend für Ihre universellen App-Kampagnen sind die Assets, die Sie Google zur Verfügung stellen. Diese sollten Texte, Bilder und wenn möglich Videos umfassen. Folgende Punkte sind bei der Wahl der richtigen Assets zu beachten:

  1.  Sie sollten sicherstellen, dass Sie in Ihrem Creative-Text einen Call-to-Action verwenden, z. B. „Jetzt spielen“.
  2. Sie sollten natürlich den USP Ihrer App hervorheben.
  3. Stellen Sie beim Hochladen der Bild-Assets sicher, dass Sie mindestens ein Landscape-Bild ohne Text verwenden, damit es ordnungsgemäß in nativen Placements gerendert werden kann.
  4. Verwenden Sie bestenfalls Videos mit unterschiedlichen Videolängen (mindestens jedoch eine Länge von 15 und 30 Sekunden).

 

Case Study

Wir haben bisher nur positive Erfahrungen mit universellen App-Kampagnen gemacht. Nachfolgend finden Sie eine Case Study, die diese Erfahrungen beispielhaft veranschaulichen soll.

Das Ziel der Kampagne war es, die Anzahl der App-Downloads für ein Abenteuer-Spiel zu steigern und den festgelegten CPI nicht zu überschreiten. Wir haben das empfohlene Tagesbudget eingesetzt und uns bereits nach einer Lernzeit von zwei Wochen dem Zielwert angenähert. In der dritten Woche konnten wir den Zielwert bereits unterschreiten. Insgesamt haben wir in zwei Monaten Laufzeit knapp 4.000 Downloads erzielt.

Abbildung 1: Verlauf des CPIs während der Kampagnenlaufzeit

  

Fazit

Apps sind ein Big Business, aber die Nutzer werden wählerischer, was Ihre Download-Wahl angeht. Universelle App-Kampagnen sind eine gute Möglichkeit, um die eigene App mit wenig Aufwand bekannter zu machen und Downloads sowie In-App-Käufe zu generieren. Die größte Herausforderung ist sicherlich, neben der Wahl der Conversions und In-App-Events, auch den optimalen Ziel-CPI bzw. Ziel-CPA zu ermitteln. Dieser sollte anfangs nicht zu niedrig angesetzt werden. Auch bei diesem Kampagnentyp setzt Google auf Smart Bidding und baut damit die Automatisierung immer weiter aus. Wenn Sie das empfohlene Tagesbudget verwenden, erreicht die Kampagne innerhalb von drei bis vier Wochen Lernzeit den vorgegebenen Zielwert. Von Vorteil wäre hier allerdings noch, wenn man Einblicke in die Zielgruppe bekäme, um Learnings auch für andere Kampagnen zu ziehen.

Gerne helfen wir Ihnen dabei, Ihre App sinnvoll mit Google AdWords zu vermarkten. Schreiben Sie uns einfach eine E-Mail an anfrage@elbmarketing.de oder rufen Sie uns an unter 040/ 636 79 79 6.

 

Quellen:

https://support.google.com/adwords/answer/6167162

https://support.google.com/adwords/answer/7100895

https://support.google.com/adwords/answer/6247380

 

Autor: Nadine Münch – Trainee bei elbmarketing

Co-Autor:  Elisa Diez – Account Managerin bei elbmarketing und SEA Spezialistin in allen operativen wie beratenden Fragen zu Google AdWords und Bing ads

 

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