Wohltätige Organisationen in Deutschland, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, soziale, kulturelle oder andere gemeinnützige Projekte zu fördern, können von Google unterstützt werden. Wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, fördert Google diese Non-Profit-Organisationen mit einem Werbebudget bis 10.000 $ im Monat für Werbeanzeigen im Google Suchnetzwerk. Aktuell arbeitet Google mit über 20.000 gemeinnützigen Organisationen in über 50 Ländern zusammen1. Voraussetzungen für eine Teilnahme Um die Vorteile von Google Ad Grants nutzen zu können, müssen Organisationen dem Google-Programm „Google für Non-Profits“ beitreten sowie die Programmrichtlinien von Ad Grants erfüllen und über den Vorqualifizierungsprozess genehmigt werden. Teilnahmeberechtigt sind Organisationen, die nach den Definitionen des „Google für Non-Profits“-Programms als gemeinnützig eingestuft werden. Die Definitionen für das deutsche Programm sind: Organisationen müssen eine aktuelle Registrierung bei stifter-helfen.de, der regionalen Vertretung von TechSoup Global, besitzen. Organisationen müssen Vereine, Stiftungen oder andere gemeinnützige Rechtspersönlichkeiten sein, die einen gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Status haben und/oder gemeinnützig und nicht gewinnorientiert tätig sind. Ausgenommen sind staatliche Einrichtungen und Organisationen, Krankenhäuser und Gesundheitsorganisationen, Schulen, akademische Einrichtungen und Universitäten. Karitative Ressorts von Bildungseinrichtungen sind dagegen teilnahmeberechtigt. Darüber hinaus müssen die für Google erforderlichen Zertifizierungen im Hinblick auf die Gleichbehandlung sowie auf die Entgegennahme und Verwendung von Spenden zur Kenntnis genommen und ihnen zugestimmt werden. Die Website der Organisation sollte zudem qualitativ hochwertig sein und darf keinen kommerziellen Zwecken dienen. Beibehaltung der Qualifikation Nach der erfolgreichen Qualifizierung für das Google-Ad-Grants-Programm gilt es auch weiterhin viele Programmrichtlinien einzuhalten, damit das Konto nicht wieder deaktiviert wird. Schon für den Aufbau des Kontos und die Recherche, um das Konto mit Inhalten zu füllen, gibt es klare Richtlinien, die Google vorgibt. Keywords Anzeigen mit Ad Grants dürfen nur bei Keywords ausgespielt werden, die aus mehr als einem Wort bestehen. Ausgenommen sind hier Markennamen, anerkannte Erkrankungen oder spendenbezogene Keywords. Ebenso zu allgemeine Keywords wie „super videos“, „aktuelle nachrichten“ oder „sehenswürdigkeiten“ sind nicht zulässig und werden möglicherweise im Konto mit der Begründung „unklare Relevanz“ abgelehnt. In Kombination mit anderen Begriffen sind diese jedoch zulässig, Beispiel: „sehenswürdigkeiten in hamburg“. Keywords mit einem Qualitätsfaktor von 1 oder 2 werden automatisch abgelehnt. Kontostruktur Ad-Grants-Konten benötigen ein spezifisches geografisches Targeting, unabhängig davon, ob ein lokales oder nationales Unternehmen dahintersteht. Eine weltweite Ausrichtung ist nicht gestattet. Jedes Konto muss zudem mindestens zwei aktive Anzeigengruppen pro Kampagne mit jeweils zwei aktiven, eindeutigen Textanzeigen enthalten. Als Erweiterungen müssen mindestens zwei Sitelink-Erweiterungen vorhanden sein. Diese Regelung tritt allerdings nicht in Kraft, wenn ausschließlich smarte Kampagnen verwendet werden. Als smarte Kampagnen werden Kampagnen bezeichnet, die im Google-Ads-Express-Konto erstellt und in Google Ads importiert wurden. Eine weitere Einschränkung gegenüber dem gewöhnlichen Google-Ads-Programm ist die Bewerbung fremder Marken. Das Bieten auf Markennamen der Wettbewerber ist im Google-Ad-Grants-Programm untersagt. Leistung Nicht nur im strukturellen Bereich hat Google Richtlinien eingeführt, sondern auch die Leistung eines Ad-Grants-Kontos muss bestimmte Messzahlen erreichen. Über alle Kampagnen hinweg muss eine Klickrate von mindestens 5% gewährleistet sein. Dabei werden zwar natürliche Schwankungen und das Einführen neuer Initiativen berücksichtigt, aber wenn die Klickrate von 5% in zwei aufeinanderfolgenden Monaten nicht erreicht wird, wird das Konto deaktiviert. Darüber hinaus gilt grundsätzlich eine Gebotsgrenze von 2 $ als maximaler CPC (cost per click). Diese Grenze wird allerdings aufgehoben, wenn als Gebotsstrategie „Conversions maximieren“ eingestellt ist. Die Voraussetzung dafür ist ein separates Budget pro Kampagne, und kein gemeinsames Tagesbudget für mehrere Kampagnen, sowie ein funktionierendes Conversion-Tracking. Für die neuen Ad-Grants-Konten, die in diesem Jahr erstellt werden, ist es ohnehin verpflichtend, ein Conversion-Tracking einzurichten. Fazit Für gemeinnützige Organisationen ist das Google-Ad-Grants-Programm eine gute Möglichkeit, mehr Aufmerksamkeit auf die Webseite zu lenken und dadurch bestenfalls auch mehr Spenden oder ehrenamtliche Helfer zu akquirieren. Doch gibt es natürlich einige Unterschiede gegenüber dem bezahlten Google-Ads-Programm. Anzeigen des Ad-Grants-Programms werden gegenüber bezahlten Anzeigen nachrangig behandelt. Zudem werden die Gebote und Keywords eines Ad-Grants-Kontos durch die strengen Richtlinien möglicherweise nicht so performant sein wie die bezahlten Pendants, wenn es um sehr generische Begriffe geht. Dennoch kann man mit Keyword-Kombinationen oder „maximierenden“ Gebotsstrategien seine Klicks und Conversions sammeln. Hinzu kommt, dass für das Konto auch nach dem Aufsetzen „Wartungsarbeiten“ erforderlich sind, die im Gegensatz zum Google-Ads-Konto bei Nicht-Erfüllung sogar zu einer Kontosperrung führen können. Allerdings werden Sie vor jeder bevorstehenden Deaktivierung frühzeitig informiert mit entsprechenden Informationen, sodass Sie rechtzeitig Maßnahmen ergreifen können. Wenn man als Non-Profit-Organisation erfolgreich Anzeigen schalten und mindestens 9.900 $ ausgeben konnte, stockt Google das Budget von 10.000 $ sogar noch auf 40.000 $ im Rahmen des Google-Ad-Grantspro-Programms auf. Darüber hinaus kann man als Non-Profit-Organisation auf mehr setzen als das Schalten von Werbeanzeigen, denn auch YouTube bietet ein Programm für gemeinnützige Organisationen an. Zudem bietet Google mit einigen Google-Donation-Tools, wie zum Beispiel „Google One Today“, auch weitere Unterstützung an. Google Ad Grants mit elbmarketing elbmarketing engagiert sich dafür, Menschen auf die tolle und wichtige Arbeit des Hamburger Spendenparlaments aufmerksam zu machen und für dessen Projekte neue Spender zu finden. Wir betreuen das Ad-Grants-Konto seit 2018 und freuen uns, hier aktiv unterstützen zu können. Durch das Spendenparlament können in Hamburg Projekte und Initiativen gegen Armut und Obdachlosigkeit gefördert werden, für die es sonst keine finanziellen Mittel gibt. Falls auch Sie mit Ihrer gemeinnützigen Organisation Hilfe benötigen, unterstützt elbmarketing Sie gerne – von der Anmeldung bis hin zum Schalten von Anzeigen. Quellen: https://www.google.de/grants/eligibility/ Autor: Michael Böwer – Trainee bei elbmarketing
Must Have: Google My Business
Haben Sie sich auch schon mal für ein Restaurant entschieden, weil Sie zuvor in Google Maps nach Restaurants in ihrer Nähe gesucht haben? Wenn Sie sich einmal fragen, was am Ende des Tages bei Ihnen zur Kaufentscheidung geführt hat, was kommt Ihnen als Erstes in den Sinn? Vermutlich haben Sie ihre Entscheidung anhand der Fotos und der Bewertungen für ein Restaurant getroffen. Damit sind Sie nicht allein: Laut eigener Statistik von Google entscheiden sich 44% der Kunden für ein Restaurant, was sie zuvor in Google Maps gefunden haben. Die mächtige Plattform, welche dahintersteckt, nennt sich Google My Business. Hier erfahren Sie mehr und warum diese Plattform gerade für Unternehmen und Selbständige so wichtig ist. Die Kunden fangen früh an, Informationen zu sammeln: Quelle: Google Was ist Google My Business? Mit My Business bietet Google seinen Kunden eine kostenlose Plattform an, mit dessen Hilfe man seinen eigenen Unternehmensauftritt auf Google steuern kann. So werden dem Nutzer in einem kurzen Überblick die wichtigsten Informationen über das Unternehmen gezeigt. Dabei muss man nicht zwangsläufig auf das Suchergebnis klicken. Mit den Suchergebnissen werden die Informationen über das Unternehmen auf der rechten Seite von Google Search dargestellt (so sind 31% aller Suchanfragen indirekt). Art der Suchanfragen: Es werden grundlegende und relevante Infos dargestellt, wie die Telefonnummer (90% klicken eher auf Einträge mit Telefonnummern), die Öffnungszeiten (von 54% der User gesucht) oder die Bewertungen. Ergänzt werden diese Infos noch mit verschiedenen Funktionen und Features, wie Bilder sowie einer kleinen Karte, die den Standort des Unternehmens in Google Maps zeigt. Ebenso gibt es die Möglichkeit seine Firmeneinträge zu verwalten, seine Statistiken auszuwerten oder Rezensionen zu überprüfen. Dies ist besonders für regionale Unternehmen eine Chance, sich in den Google Suchergebnissen hervorzuheben und sich potentiellen Kunden im Web zu präsentieren. Dies ist eine einfache und kostengünstige Möglichkeit für sich zu werben bzw. Aufmerksamkeit zu generieren. Früher wurden Unternehmensinformationen via Google Plus, Google Maps und Google Places verwaltet. Dies wird inzwischen komplett über Google My Business zusammengefasst und abgebildet. Über die Benutzeroberfläche hat das Unternehmen die Möglichkeit die Unternehmensdarstellung und Informationen aufzubereiten und anzupassen. Für wen ist Google My Business interessant? Im Endeffekt lohnt sich Google My Business für jeden, der sich und sein Unternehmen im Web gegenüber seiner Online-Zielgruppe präsentieren möchte. Einige Vorteile sind im Folgenden aufgelistet: Die Visibilität im Web wird erhöht Verminderte Hemmschwelle von Nutzern gegenüber einer Kontaktaufnahme Einflussnahme auf die eigene Unternehmensdarstellung und Verwaltung von Informationen bei Google Professionelleres Auftreten Online Visitenkarte für Unternehmen Verbesserte Wahrnehmung und Auffindbarkeit in der lokalen Suche: Potenzielle Kunden nehmen das Unternehmen in Google Maps und der lokalen Suche besser wahr und tendieren auch eher dazu, mit diesem Unternehmen in Kontakt zu treten Überwachung und Interaktion mit Kunden via Rezensionen und Bewertungen Seriosität – durch einen Unternehmenseintrag auf Google wird man als seriöser und vertrauenswürdiger wahrgenommen Ideales Tool zur Neukundengewinnung und entsprechender Laufkundschaft Abrufbarkeit von Statistiken Automatisch bessere Positionierung in der Suche Aber auch für die Kunden bringt ein Google My Business Eintrag eines Unternehmens Vorteile, wie zum Beispiel „Bessere und Schnellere Informationsgewinnung“ und „effektivere Suche durch einfacheres Auffinden von Dienstleistungen und Unternehmen“. Wie relevant und wichtig ist Google My Business nun? Alleine anhand der Vorteile ist zu erkennen, warum Google My Business ein wichtiges Tool ist, um die Reichweite und Aufmerksamkeit im Web zu erhöhen, die richtige Zielgruppe zum richtigen Zeitpunkt anzusprechen und man die Conversion-Rate aufgrund eines professionelleren Auftritts und Darstellung bei gleichzeitig geringer Hemmschwelle des Kunden steigert. Sämtliche Informationen, wie zum Beispiel Besuchs -und Öffnungszeiten, Kontaktmöglichkeiten mit Telefonnummer und Bewertungen anhand von Sternen sind für den Kunden heutzutage wichtig und auf einem Blick ersichtlich und transparent dargestellt. Ergänzt wird dies mit ansprechenden Bildern und einer Google Maps Karte, damit das Unternehmen in der lokalen Suche leicht zu finden ist und die Kontaktaufnahme beschleunigt wird. Ebenso bietet Google My Business eine hervorragende Möglichkeit zur Bewerbung von Aktionen, Produkten, Events & Co. über entsprechende Postings. Aber auch über Fotos kann man sein Unternehmen noch ansprechender präsentieren. Dadurch gewährt man dem Kunden ein stimmigeres Bild von seinem Unternehmen. FAZIT: GOOGLE MY BUSINESS ein “Must Have” Google My Business ist eine hervorragende Plattform und fast schon ein „Must Have“ für alle, besonders aber für kleine und mittelständische Unternehmen, die die ersten Schritte ins Online-Marketing wagen. Unternehmen können sich mit einfachen Mitteln im Web gezielt ihren potentiellen Kunden präsentieren und eine relative hohe Aufmerksamkeit und Unternehmenspräsenz schaffen. Autor: Henrikus Brüning – New Business Manager bei elbmarketing
„Gibt’s da nicht ’ne App für?“- So funktionieren Apple Search Ads
Ob Unterhaltung, Kommunikation, Finanzen, Gesundheit oder Fitness – längst sind mobile Apps nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Mehr als 1,8 Millionen Anwendungen1) sind derzeit auf dem iOS-Markt. Möglichst viele User zu erreichen, ist bei diesem großen Angebot für Unternehmen und Entwickler eine schwierige Aufgabe: Tag für Tag kommen neue Apps hinzu und der Wettbewerb wird immer größer. Damit Nutzer die eigene App finden können, ist eine gute Platzierung im App Store ausschlaggebend. Seit 2016 bietet Apple hierfür Entwicklern und Unternehmen die Möglichkeit, mithilfe bezahlter Anzeigen – den Apple Search Ads – der Konkurrenz einen Schritt voraus zu sein. Hierdurch lassen sich auf einfache Weise mehr Aufmerksamkeit für die eigene App generieren und somit Bekanntheitsgrad und Downloadzahlen im App Store steigern. Die Apple Search Ads erscheinen als erster Eintrag in den Suchergebnissen im App Store für iPhone und iPad und sind deutlich als Anzeige gekennzeichnet (hellblauer Hintergrund und „Anzeige“-Symbol). Abb. 1: Apple Search Ads Sobald ein Nutzer einen Suchbegriff im App Store eingibt, startet ein Auktionsprozess. Der Gewinner der Auktion zahlt einen Cent mehr als der Bieter des zweithöchsten Gebots. Und die Erstplatzierung lohnt sich: 65% aller App-Downloads erfolgt direkt nach einer Suchanfrage im App Store2) Laut Apple liegt die durchschnittliche Conversionrate von Apple Search Ads bei 50%2) Zwar liegt der Anteil der iOS-Nutzer weltweit nur bei circa 25%3), jedoch sind iOS-Nutzer im Vergleich zu Android-Nutzern weitaus ausgabefreudiger. Im ersten Halbjahr 2019 lagen die Umsätze im Play Store bei 14,2 Milliarden Dollar – im App Store hingegen bei 25,5 Milliarden Dollar4) Grund genug, sich mit dem Thema „Apple Search Ads“ näher zu beschäftigen! Apple Ads Basic vs Apple Ads Advanced Doch wie funktionieren Apple Search Ads genau? Grundsätzlich basiert die Anzeigenschaltung, genau wie bei Google Ads, über Keywords. Das heißt, dass Anzeigen zu relevanten Suchanfragen des Users ausgespielt werden. Apple bietet dabei zwei unterschiedliche Möglichkeiten der Kampagnenbetreuung – Apple Search Ads Basic und Apple Search Ads Advanced. Mit Apple Search Basic können Apps ohne großen Zeitaufwand und Vorwissen beworben werden. Der Nutzer muss lediglich das Land oder die Region, in denen die Anzeigen geschaltet werden sollen, das monatlich zur Verfügung stehende Budget und das Höchstgebot pro Installation festlegen. Apples Algorithmus ermittelt dann anhand der Metadaten der App, für welche Suchbegriffe und Zielgruppen die Anzeigen ausgespielt werden soll. Apple Search Basic bietet Nutzern einen schnellen Einstieg, weitere Optimierungen sind aber nicht möglich. Eine Vielzahl an Einstellungs- und Optimierungsmöglichkeiten wird dem Nutzer hingegen bei Apple Search Advanced geboten. Neben der Wahl des Budgets und des Standorts können Nutzer mehrere Kampagnen und Anzeigengruppen erstellen, eigene Keywords wählen, Negatives hinzufügen, Zielgruppen festlegen und einen Werbezeitenplan nutzen. Bezahlt wird dabei auf CPT-Basis (Cost per Tab), also wenn Nutzer auf die Anzeige tippen. Dem Werbetreibenden stehen außerdem detaillierte Datenberichte zur Verfügung. Hiermit lässt sich die Performance einzelner Keywords, Anzeigengruppen und Kampagnen beurteilen und Optimierungsmöglichkeiten feststellen. In beiden Varianten verwendet Apple zur Erstellung der Anzeigen den Namen der App, den Untertitel, die Beschreibung, die Vorschau-Videos und Screenshots, die bereits auf der App-Store-Produktseite hinterlegt sind. Eine Anpassung der Creatives ist bei Apple Search Ads nicht möglich. Das Aussehen der Anzeigen oder das Anzeigendesign kann also nicht geändert werden. Allerdings können bei Nutzung von Apple Search Advance innerhalb der Kampagnen sogenannte Creative Sets für Anzeigenvariationen verwendet werden. Jedes Set enthält dabei Screenshots und App-Vorschauen, die auf der App-Store-Produktseite individuell ausgewählt werden können. Hiermit lassen sich Anzeigen auf bestimmte Keyword-Themen oder Zielgruppen abstimmen. Kampagnenmanagement Kontostruktur Mit Apple Search Advanced lassen sich beliebig viele Kampagnen erstellen. Die Kampagnen enthalten, genau wie bei Google Ads oder Microsoft Advertising, Anzeigengruppen und Keywords, die auf der Grundlage der Kampagnen-Ziele ausgewählt werden. Auf Kampagnenebene lassen sich Budget, Standort und kampagnenübergreifende Negatives festgelegen. Best Practice ist laut Apple die Erstellung von mindestens vier Kampagnen: Brand-Kampagne: Ziel dieser Kampagne ist der Schutz der eigenen Brand, d.h. relevante User nicht an Wettbewerber zu verlieren. Wettbewerber-Kampagne: Wettbewerber-Kampagnen werden genutzt um auf Keywords zu bieten, die für die Konkurrenz relevant sind, d.h. den Namen des Wettbewerbers oder den Titel der App. Da circa 66% aller Suchanfragen einen spezifischen App-Namen beinhalten5), eignet sich diese Kampagne besonders um neue relevante User zu erreichen. Generische Kampagne: Generische Kampagnen zielen auf Nutzer ab, die allgemeine Suchbegriffe verwenden. Diese User suchen nach einer Lösung ihres Problems oder einer bestimmten Funktionalität einer App (Beispielsweise „Dokumente scannen“ oder „Fotos bearbeiten“). Circa 34% aller Suchanfragen im App Store beinhalten generische Begriff5) Discovery-Kampagne: Discovery-Kampagnen zielen darauf ab, neue relevante Keywords zu finden. Anzeigengruppen Innerhalb der Anzeigengruppen können spezifische Targeting-Kriterien und maximale CPT-Gebote festgelegt werden. Da im Gegensatz zu Google Ads keine kampagnenübergreifenden Gebotsanpassungen für spezifische Zielgruppen möglich sind, sollten Anzeigengruppen dazu genutzt werden, relevante Usergruppen anzusprechen. Gehören beispielsweise Männer im Alter zwischen 20 und 30 Jahren zur Kernzielgruppe einer App, sollte für diese Zielgruppe eine separate Anzeigengruppe mit angepassten CPT-Geboten erstellt werden. Des Weiteren sollten Anzeigengruppen dazu genutzt werden, um Keywords innerhalb einer Kampagne thematisch zu ordnen. Eine Möglichkeit ist beispielsweise die Anzeigengruppen nach den Funktionen der App zu ordnen. Optimierungsmöglichkeiten Keywords & Gebote Durch die Wahl der richtigen Keywords, Negatives und Match Types lässt sich steuern für welche Suchanfragen Anzeigen eingeblendet werden. Apple unterscheidet hinsichtlich der Match Types (für Keywords und Negatives) zwischen: Exact Match: Hier werden Anzeigen nur ausgespielt, wenn die Suchanfrage exakt dem Keyword entspricht Broad Match: Broad Match berücksichtigt gängige Varianten eines Keywords wie Singular/Plural, falsche Schreibweisen, Synonyme, verwandte Suchbegriffe und Phrasen, die den Begriff vollständig oder teilweise enthalten. Neben jedem Keyword wird im Dashboard ein vorgeschlagenes Gebotsspektrum angezeigt. Apple ermittelt diesen Vorschlag anhand verschiedener Faktoren: Kundenreaktionen auf die Anzeigen bzw. Anzeigen anderer Werbeanbieter mit demselben Keyword sowie Gebotshistorie bzw. die Gebotshistorien anderer Werbeanbieter für dasselbe Keyword. Hinter jedem Keyword ist zudem noch die „Gebotsstärke“ (die Konkurrenzfähigkeit des eigenen Gebots) zu sehen. Die Gebotsstärke erscheint bei jedem Keyword als roter, gelber oder grüner Balken: Ein schwaches Gebot (rot) kann sich gegen die Gebote anderer Werbeanbieter nicht durchsetzen, womit es relativ unwahrscheinlich ist, dass eine Anzeigen eingeblendet wird. Ein mittleres Gebot (gelb) könnte noch erhöht werden, um es konkurrenzfähiger zu machen und die Wahrscheinlichkeit zu steigern, dass eine Anzeige eingeblendet wird. Ein starkes Gebot
Coronavirus
Wie sieht aktuell die Lage von Veranstaltungen in der Digitalbranche aus? Ein kurzer Überblick Autorin: Yesca Findeisen – Account Managerin bei elbmarketing
Erfolgreich werben mit Facebook Ads
Was Sie über Facebook Advertising wissen sollten! Im Digital Advertising gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Kanälen, um Produkte oder Dienstleistungen zu bewerben. Diesen fast schon endlosen Möglichkeiten der Vermarktung steht Werbetreibenden oft aber ein begrenztes Werbebudget gegenüber. Umso wichtiger ist es zu prüfen, welche passenden Alternativen existieren, welche Vor- und Nachteile die einzelnen Kanäle mit sich bringen und wie der Werbeetat möglichst effizient genutzt werden kann. Die bislang meistgenutzte Form des Digital Advertising ist das Search Engine Advertising, also die Schaltung von Werbung bei Suchmaschinenprovidern wie Google oder Bing. Eine immer wichtigere Rolle nimmt das Social Media Advertising ein. Weltweit lag 2017 der Anteil der Social-Media-Advertising-Ausgaben – gemessen an den Gesamtausgaben im Digital Advertising – noch bei 21%. 2023 soll dieser Anteil bereits auf 38% ansteigen.1) Mit für 2019 geschätzten 67,37 Milliarden Dollar Umsatz im Bereich Anzeigen2) ist Facebook die größte Plattform für Social Media Advertising und hinter Google der zweitgrößte digitale Werbevermarkter der Welt. Grund genug, sich mit dem Thema „Facebook als Werbeplattform“ näher zu beschäftigen! In diesem Beitrag soll geklärt werden, ob diese Form des Digital Advertising eine rentable Investition für Ihr Unternehmen ist und weshalb Facebook Advertising eine gute Ergänzung zur Suchmaschinenwerbung ist. Warum man Facebook Advertising nicht ignorieren sollte Mit über 2,2 Milliarden monatlich aktiven Nutzern ist Facebook die mit Abstand meistgenutzte Social-Media-Plattform weltweit. Gemessen an der Anzahl der täglichen Besucher und der Anzahl an Seitenaufrufen belegt Facebook (hinter Google und Youtube) Platz 3 im weltweiten Ranking der trafficstärksten Webseiten.3) Hinzu kommen noch Instagram und Facebook Messenger, die mit 1 Milliarde bzw. 1,3 Milliarden Nutzern das Potenzial von Facebook Advertisement noch einmal steigern. Denn die Anzeigen, die im Facebook-Werbeanzeigen-Manager erstellt werden, können mit wenigen Klicks auf diesen beiden Plattformen ebenfalls ausgespielt werden. Facebook bietet hier eine ganze Bandbreite an „Platzierungen“ an, die für die Anzeigenausspielung gewählt werden können. Dazu zählen beispielsweise der Facebook-Feed, der Instagram-Feed, Facebook Marketplace, Instagram Stories, das Messenger-Postfach u.v.m. Neben der Nutzerzahl ist für Werbetreibende auch eine ganz andere Tatsache noch interessant. Facebook ist als Social-Media-Plattform vor allem eines: ein sozialer Treffpunkt. Nutzer tauschen sich über ihre Interessen aus, treten Gruppen bei oder diskutieren über Hobbys, ihre Lieblingsmarken, Politik usw. Marken und Unternehmen können hier schnell neue Befürworter, Fans und kostenlose „Tester“ von Produkten erhalten. Diese Rezensionen sind für Unternehmen besonders wertvoll. Durch Profilangaben, Kommentare und Likes der Nutzer steht Facebook zudem eine enorme Menge an Daten zu Verfügung. Marketers erhalten dadurch die Möglichkeit eines unglaublich gezielten Targetings. Geschlecht, Alter, Beziehungsstatus, Interessen, Hobbys, Bildungsgrad, Markenpräferenzen – all diese Einstellungsmöglichkeiten im Targeting-Bereich bedeuten eine punktgenaue Zielgruppenauswahl und geringe Streuverluste. Und noch weitere aktuelle Statistiken sprechen für das Facebook Advertisement4);5);6): Facebook Ads vs. Google Ads Worin liegt nun aber der Unterschied zwischen Google Ads und Facebook Ads? Bei Google erreicht man Nutzer, wenn diese nach einem Produkt oder einer Dienstleistung suchen bzw. wenn sie durch die Suchanfrage aktiv ein Interesse am Angebot zeigen. Auf Facebook zielt man auf Nutzer basierend auf deren Interessen und demografischen Merkmalen ab. Im Gegensatz zur Google-Suche sind die Nutzer auf Facebook nicht aktiv auf der Suche nach beispielsweise den neusten Schuhen oder einem günstigen Angebot für einen Laptop. Sie verbringen viel Zeit auf der Plattform, um sich mit Freunden, Familie und anderen Nutzern auszutauschen. Gerade dieser soziale Aspekt ist, im Vergleich zu Google, ein wichtiges Argument für das Werben auf Facebook. Denn interessante und ansprechende Anzeigen können Nutzer schnell mit der Familie und Freunden teilen. So können die Reichweite der Anzeigen durch Weiterempfehlungen organisch ausgeweitet und neue Leads generiert werden. Das primäre Ziel mit Facebook-Anzeigen ist es, Aufmerksamkeit zu erzeugen und ein Interesse für die eigene Marke zu wecken. Facebook-Nutzer befinden sich oft noch am Anfang des Sales Funnels. Umso entscheidender ist es also für effektive Anzeigen, den wirklichen Bedarf der Nutzer zu bedienen. Neben der Steigerung des Bekanntheitsgrads bietet der Werbeanzeigenmanager von Facebook aber noch weitere Marketingziele: Mit Erwägungszielen werden die Nutzer zur Interaktion mit dem eigenen Unternehmen motiviert. Hierzu gehört zum Beispiel das Ziel der Traffic-Steigerung, d.h. ein Zuwachs des Besucherverkehrs auf der eigenen Webseite. Ein weiteres Erwägungsziel ist die Leadgenerierung. Durch sogenannte Lead Ads wird die Kontaktaufnahme von Interessenten mit dem Unternehmen erleichtert. Hierdurch lassen sich verwertbare Leads für das Unternehmen generieren, indem potenziellen Kunden eine einfache und intuitive Möglichkeit geboten wird, sich über das Unternehmen zu informieren. Weitere Erwägungsziele sind die Steigerung der Interaktionen auf der Facebook-Seite des eigenen Unternehmens, ein Anstieg der Messenger-Interaktionen von Nutzern mit dem Unternehmen oder die Zunahme von App-Installationen. Neben der Steigerung des Bekanntheitsgrad und den Erwägungszielen können auch Conversions im Mittelpunkt der Werbekampagne stehen. Dieses Ziel dient dazu, die Nutzer zu einer bestimmten Handlung zu motivieren und die Anzahl wertvoller Handlungen zu steigern. Conversions können dabei Leads, App-Downloads, Anmeldungen, Anfragen oder Käufe sein. Genauso wie Google Ads bietet Facebook unterschiedliche Anzeigenformate an (siehe Abb. 3). Hierzu gehören zum Beispiel Photo Ads, Video Ads, Stories, Messenger Ads oder Carousel Ads. Jedes Anzeigenformat erfüllt dabei einen anderen Zweck. Eine Photo Ad ist beispielsweise ein effizientes Anzeigenformat, um einzelne Produkte hervorzuheben und den potenziellen Kunden zu präsentieren. Stories hingegen bieten die Möglichkeit, die Nutzer auf einer emotionalen Ebene anzusprechen und so von der eigenen Marke zu begeistern. Je nach Werbeziel kann hier ein passendes Anzeigenformat gewählt werden. Eine erwähnenswerte Option bei der Anzeigenwahl ist die Dynamic Ad. Hierbei werden mehrere Videos, Bilder, Beitragstexte, CTA-Texte, Link-Titel und Link-Beschreibungen eingegeben. Die einzelnen Elemente der Anzeige werden von Facebook dann in unterschiedlichen Kombinationen ausgespielt. So können mehrere Anzeigenvariationen getestet und die besten Kombinationen von Bildern, Videos und Texten ermittelt werden. Im Hinblick auf die Anzeigengestaltung ist es vor allem wichtig, den User zu begeistern, ihn auf einer emotionalen Ebene anzusprechen. Facebook-Nutzer sind ein Entdeckerpublikum; sie sind hier nicht wie in den Suchmaschinen aktiv und gezielt auf der Suche nach neuen Produkten oder Dienstleistungen. Mit Werbebotschaften werden sie passiv angesprochen und müssen erst noch überzeugt werden! Fazit Facebook ist aufgrund der Reichweite, der zur Verfügung gestellten Möglichkeiten im Bereich Targeting und dem Verhalten der heutigen Internetnutzer (siehe Abb. 1) ein wichtiges Instrument im Digital Advertising. Um das Potenzial
Tipp: Google Merchant Center
Feed bearbeiten leicht gemacht! Häufig kommt es vor, dass nach dem Feed-Upload im Merchant Center Fehlermeldungen auftauchen, weil die Daten nicht den Produktspezifikationen von Google entsprechen und das System diese nicht erkennen konnte. Anstatt dass der Produktdatenfeed von der IT-Abteilung erneut bearbeitet werden muss, was sehr zeitaufwendig sein kann, kommen nun die Feedregeln ins Spiel. Mit Feedregeln können wir als Werbetreibende die Fehler nun einfach selbst beheben. Feedregeln helfen Fehler zu beheben und Daten aufzubereiten Mithilfe von Feedregeln kann der Produktdatenfeed direkt im Google Merchant Center so angepasst werden, dass er den von Google vorgegebenen Produktdatenspezifikationen entspricht. Die Feedregeln können sofort nach dem Upload des Datenfeeds im Merchant Center und vor der Diagnose durch Google angewandt werden. Der Feed kann weiterhin angereichert und Daten aufbereitet werden, um letztendlich die Performance durch besseres Ranking, ansprechendere Titel und Beschreibungen für den User zu verbessern. Und das alles ohne besondere IT-Kenntnisse oder Ihre IT-Abteilung. Erste Schritte: Laden Sie zunächst Ihren Produktdatenfeed im Merchant Center hoch. Anschließend können Sie direkt mit dem Erstellen der Regeln starten. Die Regeln finden Sie unter dem Reiter „Produkte > Feeds“ und dann im Reiter „Feedregeln“: Abb. 1: Reiter „Feedregeln“ im Google Merchant Center Das Erstellen einer neuen Feedregel erfolgt mit dem Mausklick auf „Regel erstellen“: Abb. 2: Auswahl des zu verarbeitenden Attributs im Google Merchant Center Das „verarbeitete Attribut“ ist dasjenige Attribut, das anhand von Feedregeln an die Anforderungen von Google Shopping angepasst, bearbeitet oder angereichert werden soll. Hier können Sie aus einer Vielzahl an Attributen auswählen, wie zum Beispiel die Attribute Farbe, Geschlecht, Beschreibung, Marke etc. Bei den Custom Labels stehen insgesamt fünf dieser benutzerdefinierten Labels zur Strukturierung von Google-Shopping-Kampagnen zur Verfügung. Datenquelle Nach der Auswahl des zu verarbeiteten Attributs öffnet sich ein weiteres Fenster, in dem Sie aus drei Optionen für die Bearbeitung der Datenquelle wählen können. Weiterhin wird festgelegt, aus welchen Quellen die Daten für das Attribut stammen sollen. Mithilfe von Bedingungen und Vorgängen wird dann bestimmt, wie die Daten abgerufen werden. Abb. 3: Bedingungen für Feedregeln im Google Merchant Center 1. Festlegen auf Mit dieser Option wird das Attribut, das neu erstellt werden soll, mit einer Kombination aus bereits vorhandenen Werten aus dem Feed oder selbst festgelegten Werten gefüllt. Bei diesem Vorgang werden vorhandene Produktdaten-Werte entweder angehängt und zusätzliche Werte ergänzt. 2. Extrahieren Hierbei kann aus vier Optionen gewählt werden: Wörter und Wortgruppen der vorgegebenen Groß-/Kleinschreibung werden gefunden (Beachten Sie hier die Groß- und Kleinschreibung!) Nur den ersten übereinstimmenden Wert beibehalten: Wenn es für das Attribut, das extrahiert werden soll, zwei oder mehr mögliche Übereinstimmungen gibt, wird nur der erste Wert, den Sie angeben, ausgelesen. Wenn Sie also beispielsweise „gelb“, „rot“ und „blau“ aus einem Titel extrahieren möchten und der Titel „Blau gestreiftes Hemd in Gelb“ lautet, wird nur „gelb“ extrahiert. Als regulären Ausdruck suchen: Damit werden alle Werte gefunden, die einem Suchmuster folgen. Der reguläre Ausdruck muss in das Textfeld eingegeben werden. Wenn Sie zum Beispiel alles außer den ersten sechs Ziffern eines Attributs entfernen möchten, geben Sie Folgendes ein: find: ‚^(.{6}).*$‘ replace: ‚\1‘. Nur ganze Wörter: Hierbei werden nur ganze Wörter gefunden. 3. Aktuellsten Wert übernehmen Dies betrifft nur die Attribute Preis und Verfügbarkeit. Wenn Sie mehrere Feeds nutzen, entnehmen Sie damit diesen den Wert des zuletzt aktualisierten Feeds und verwenden ihn zum Füllen Ihres Attributs. Änderungen hinzufügen Mithilfe von „Änderungen hinzufügen“ fügt man zusätzliche Schritte hinzu, um Daten für ein bestimmtes Attribut zu ändern. Zum Beispiel können Sie damit bestimmte Wörter in Ihrem Produkttitel ändern oder Ihre Daten so aktualisieren, dass sie den Produktdatenspezifikationen entsprechen. Folgenden Optionen sind hier möglich: Letzte Schritte Mithilfe der Vorgänge Datenquellen und Änderungen hinzufügen haben Sie Ihre Feedregel angepasst. Jetzt können Sie sich eine Vorschau Ihres Entwurfs anzeigen lassen. Um Ihre Feedregeln zu speichern und diese für den Feed anzuwenden, klicken Sie auf „Änderungen übernehmen“. Nachdem die Änderungen gespeichert wurden, muss der Feed noch einmal neu verarbeitet werden. Sie können diesen Prozess entweder manuell anstoßen oder die nächste automatische Aktualisierung Ihres Feeds abwarten. Fazit Feedregeln sind eine großartige Möglichkeit, den Feed ohne viel Aufwand und Mühe durch dritte selbständig zu bearbeiten und Änderungen vorzunehmen. Brauchen Sie Hilfe bei der Optimierung Ihres Feeds? Dann zögern Sie nicht und kontaktieren Sie uns. Wir helfen Ihnen gerne weiter! Autorin: Yesca Findeisen – Account Managerin und SEA Spezialistin bei elbmarketing Quelle: https://support.google.com/merchants/answer/7450276?hl=de&visit_id=636996369381760780-2278340316&rd=1
SEA-Rückblick 2019
Goodbye 2019 – Hello 2020! Wir möchten wir noch einmal Revue passieren lassen, welche neuen Produkte Google in 2019 gelauncht hat und welche Updates besonders spannend waren – querbeet in aller Kürze durch Search, Display, Shopping und YouTube! Smart Bidding Dass Google die automatisierten Gebotsstrategien vorantreiben möchte, ist kein Geheimnis. Gleich zu Beginn des Jahres wurde die vollautomatisierte Strategie „Conversions maximieren“, die im Rahmen des eingestellten Kampagnenbudgets möglichst viele Conversions generieren soll, nach Search auch für Display- und (YouTube-) TrueView4Action-Kampagnen nutzbar. Vor allem in Display-Kampagnen mit der Ausrichtung Custom Intent haben wir hier gute Erfahrungen gemacht und einen Conversion-Uplift beobachten können. Behalten Sie hier aber unbedingt die täglichen Kosten der Kampagne im Blick, da Google mit dieser Gebotsstrategie das Budget auch gerne mal bis zum Doppelten des eingestellten Tagesbudgets ausreizt. Im Zuge der Bidding-Automatisierung haben Werbetreibende über „Saisonale Anpassungen für Smart Bidding“ ab sofort die Möglichkeit, die Strategien in Search- und Display-Kampagnen auf bevorstehende kurzzeitige Veränderungen der Conversion-Rate einzustellen; z.B. bei Abverkäufen, Produkteinführungen oder Kurzangebote übers Wochenende. Im System können Sie einen prognostizierten Wert angeben, wie stark sich erfahrungsgemäß die Conversion-Rate über diesen kurzen Zeitraum steigern wird. Dieser Wert fließt dann als weiteres Signal in die automatisierte Gebotsstrategie mit ein. (Eingestellt werden können diese unter Tools > Gebotsstrategien > Erweiterte Funktionen > Neue saisonale Anpassung). Wichtig ist hierbei zu beachten, dass die Anpassungen nur bei erheblichen Veränderungen der erwarteten Conversion-Rate genutzt werden sollten. Denn saisonale Unterschiede werden bei Gebotsstrategien wie tCPA und tROAS bereits berücksichtigt. Steht ein Performance-Peak bevor, kann auf die gesteigerte Nachfrage zusätzlich mit einer Anpassung des tCPA (nach oben) und des tROAS (nach unten) reagiert werden. Google Suchnetzwerk Der Trend geht schnurstracks Richtung Automatisierung und Smart Bidding: Die Gebotsstrategie „Conversionwert maximieren“ wurde für Search-Kampagnen ausgerollt. Zuvor war diese Strategie nur für Smart-Shopping-Kampagnen nutzbar. Im Gegensatz zum Einsatz bei Smart-Shopping-Kampagnen hat uns diese Gebotsstrategie bislang bei Search-Kampagnen nicht überzeugt; der erwartete Conversionwert-Uplift blieb aus. Die Strategien tCPA und tROAS sind hier (noch) vielversprechender. Der „Anteil an möglichen Klicks“ wird auch für Search-Kampagnen nutzbar. Zuvor gab es diesen Messwert nur für Shopping-Kampagnen. Vor allem in Kombination mit dem Impressionshare bietet der Clickshare wertvolle Optimierungshinweise. Ist Ihr Clickshare niedrig und der Impressionshare hoch: Überprüfen Sie die Relevanz Ihrer Anzeigen! Fällt Ihr Impressionshare niedrig aus und der Clickshare ist hoch: Prüfen Sie, ob Sie Budgets oder CPCs anheben können, um die Anzeigenschaltung zu erhöhen. Google launcht zudem eine Affinity-Audiences-Beta für Search-Kampagnen: Nutzer, die bestimmte Interessen, Gewohnheiten oder einen gewissen Lifestyle haben, können gezielt angesprochen werden – dabei kann aus 12 Kategorien und über 140 Möglichkeiten gewählt werden. Diese Möglichkeiten umfassen Lebensereignisse, detaillierte Demografische Merkmale, In-market audiences u.v.a. Google Displaynetzwerk Noch mehr Reichweite für Display-Kampagnen: Mit dem Audience Expansion Slider können über einen Schieberegler die Zielgruppeneinstellungen erweitert werden. Ganz ohne Hinzufügen komplett neuer Zielgruppen kann auf diese Weise die Reichweite schnell und einfach erhöht werden. Durch den Schieberegler werden zusätzliche Nutzer erreicht, die den Usern der eingestellten Zielgruppen von Google als sehr ähnlich eingestuft werden. Schade ist, dass diese „erweiterte“ Zielgruppe im Nachhinein nicht separat ausgewertet und mit der „Kernzielgruppe“ verglichen werden kann. (Wichtig: Wenn Sie eine Displaykampagne neu aufsetzen, sollten Sie unbedingt die Einstellungen des Zielgruppenreglers überprüfen, da dieser nicht automatisch deaktiviert ist! Zu finden ist dieser unter Anzeigengruppe > Einstellungen > Ausrichtung der Anzeigengruppe überarbeiten > Ausweitung der Ausrichtung). Abb. 1: Audience Expansion Slider in Display-Kampagnen Eine weitere Neuerung für Display-Kampagnen: Mit wenigen Klicks können Bilder für Responsive-Display-Anzeigen nunauch aus Facebook, Instagram, Twitter und LinkedIn genutzt werden. Und in Smart-Display-Kampagnen können jetzt auszuschließende Keywords genutzt und „Seiten zu bestimmten Themen“ ausgeschlossen werden. Google Shopping Im Shopping-Bereich können ab sofort mehrere Länder, in denen dieselbe Sprache gesprochen wird, mit nur einem Feed bespielt werden (Wichtig: Achten Sie hier darauf, die Versandeinstellungen im Merchant Center entsprechend anzupassen). Die performancestarken Smart-Shopping-Kampagnen können jetzt ohne eine Mindestanzahl an Conversions in allen Konten geschaltet werden. Für Shopping Showcase Ads besteht seit August die Möglichkeit, diese auf Ziel-ROAS auszurichten, um die Performance hinsichtlich der Profitabilität zu steigern. Planen Sie hier unbedingt eine mindestens vierwöchige Lernzeit ein und wählen Sie einen niedrigeren Ziel-ROAS als bei „normalen“ Shopping-Kampagnen. Zusätzlich werden Showcase Ads auch neu in der Google Bildersuche angezeigt. Neue Werbeformate Im Juni wurde mit den Discovery Ads ein ganz neuer Kampagnen-Typ gelauncht. Mit dem neuen Anzeigenformat kann die große Reichweite von Google Discover, Gmail und YouTube genutzt werden. Durch verschiedene Targeting-Möglichkeiten lässt sich die Zielgruppe spezifisch eingrenzen. Die Anzeigen, die vom Aufbau den Responsive Display Ads gleichen, werden im Discover-Feed, den Tabs für Werbung und soziale Netzwerke in Gmail sowie im YouTube-Home-Feed angezeigt. Eine gute neue Möglichkeit, um günstig Reichweite zu generieren, da der CPC im niedrigen Cent-Bereich deutlich geringer ausfällt im Vergleich zu Search-Kampagnen. Im Suchnetzwerk steht ebenfalls ein neues Werbeformat zu Verfügung: Mit den Gallery Ads können User nun auch visuell abgeholt werden. Die Anzeigen sind eine Kombination aus Text- und Bildanzeigen von vier bis acht Bildern in einer Art Gallerie-Swiper. Allerdings erscheint das Format nur auf mobilen Endgeräten und auch nur, wenn Sie sich mit Ihrer Anzeige auf Position eins befinden. YouTube und weitere Updates Ein spannendes neues Tool für YouTube-Videos: Mit der neuen Bumper Ad Machine kann ein bestehendes Video in eine sechs Sekunden lange Bumper Ad zugeschnitten werden. Durch die Machine werden sogar drei bis vier Vorschläge generiert, wie so ein Kurzvideo aussehen kann. Erfahrungsgemäß ist immer eine passende Bumper Ad dabei. Eine vermeintlich kleinere Einstellungsmöglichkeit mit großem Einfluss: Conversionziele lassen sich jetzt in Search-, Display- und YouTube-Kampagnen auf Kampagnenebene festlegen. Zuvor war dies nur auf Kontoebene möglich. Auf diese Weise können spezifische Performance-Ziele für einzelne Kampagnen festgelegt werden. Eine Kampagne zur Newsletter-Bewerbung kann nun anders beurteilt werden als eine Kampagne, die Verkäufe steigern soll. Worüber vermutlich viele Werbetreibende in diesem Jahr gestöhnt haben, war der Wegfall des Search-KPI „Durchschnittliche Position“. Denn als Werbetreibender ist es natürlich wichtig zu wissen, ob die Anzeigen präsent ausgeliefert werden. Allerdings sollte man nicht vergessen, dass dieser Messwert keine genauen Werte liefern konnte. Steht die Anzeige einmal auf Platz 1, dafür aber zweimal auf
Ist schon wieder Weihnachten? – 7 Tipps für erfolgreiche Search-Kampagnen in der (Vor-) Weihnachtszeit
Sie können Last Christmas nicht mehr hören? Müssen Sie auch nicht! Machen Sie stattdessen lieber Ihre Search-Kampagnen fit für die Weihnachtszeit, um keine Umsätze für Ihren E-Commerce-Shop zu verpassen. Tipp 1: Analyse des vergangenen Jahres Prüfen Sie in Ihrem Account, welche Produkte im letzten Jahr zu Weihnachten gut verkauft wurden und stellen Sie sicher, dass diese Keywords aktiviert sind. Weisen Sie ihnen ein ausreichendes Budget zu und passen Sie die Gebote an, um keine Impressionen für Ihre Top-Seller zu verlieren. Haben Sie im vergangenen Jahr Aktionen angeboten, die für einen Conversion- und Umsatzboost gesorgt haben? Nutzen Sie dieses Wissen und bieten Sie ähnliche Aktionen und Rabatte an. Solche Analysen geben Ihnen erste Ideen und Sie können direkt mit der diesjährigen Vorbereitung starten! Tipp 2: Conversion-Tracking Ein funktionierendes Conversion- und Umsatztracking ist die Basis, um Ihren Erfolg messen und Learnings daraus ziehen zu können. Achten Sie hier vor allem darauf, dass Änderungen an der Website, die möglicherweise Auswirkungen auf die Trackings-Codes haben, nicht unbedingt während der wichtigen, umsatzstarken Weihnachtsphase stattfinden. Investieren Sie die Zeit und überprüfen Sie auch einmal Ihre Conversion-Aktionen. Denn nicht nur reine Käufe liefern Ihnen Hinweise auf die Bedürfnisse Ihrer Nutzer. Sogenannte Micro-Conversions wie Newsletter-Abos, Downloads, Account-Erstellung etc. geben wichtige Einblicke. Welche Informationen sind für Ihre Nutzer relevant? Fehlen möglicherweise Informationen, damit der Nutzer zum Käufer wird? Stellen Sie zudem sicher, dass Ihr Attributionsmodell nicht auf Last Click oder First Click eingestellt ist. Diese Modelle sind überholt und „verfälschen“ die Performance Ihrer Keywords. Tipp 3: Aktionen und Rabatte Rabatte und Aktionen sind ein zusätzlicher Kaufanreiz für Nutzer während der Weihnachtszeit. Werben Sie zum Beispiel in Ihren Anzeigenerweiterungen mit kurzen Lieferzeiten (sofern natürlich möglich) oder einer versandkostenfreien Lieferung. Mit Rabatten in Ihren Anzeigentexten ist Ihnen die Aufmerksamkeit der Nutzer fast schon sicher. Platzieren Sie diese auch über eine Angebotserweiterung präsent in Ihren Anzeigen. Haben Sie schon einmal Countdown-Anzeigen genutzt? Nicht nur ein toller eye-catcher, sondern ein echter Kaufanstoß für Nutzer. Für Kurzentschlossene und Last-minute-Käufer bieten sich Gutscheine an. Sind diese als Download sofort erhältlich, umso besser! Tipp 4: Präsenz zeigen Sofern es Ihre Budgetplanung zulässt, empfehlen wir, die Budgets Ihrer Kampagnen nicht einzuschränken und die kauffreudigen Monate zu nutzen. Bereiten Sie sich auf die hohe Nachfrage vor und passen Sie Ihre Budgets an, verteilen Sie ggf. Ihre Budgets um und bevorzugen Sie Produkte, die gefragt sind und bei denen Ihre Marge stimmt. Behalten Sie die Budgetempfehlungen im Konto im Blick, um auf einen möglichen Anstieg der Nachfrage rechtzeitig zu reagieren. Überprüfen Sie unbedingt auch die Ausspielung Ihrer Anzeigen, damit Ihre Werbung bei relevanten Suchanfragen präsent in der Suchergebnisliste ist und Ihre Anzeigen stets ausgeliefert werden. Denn je mehr von Ihren relevanten Nutzern die Anzeigen sehen, desto mehr können auch Conversions abschließen. Schauen Sie sich im Konto den KPI „Anteil an entg. Impr. im SN (Budget)“ an, um zu überprüfen, ob Ihr Kampagnenbudget ausreichend ist. Auch der KPI „Anteil an möglichen Klicks“ in Kombination mit „Anteil an möglichen Impressionen im Suchnetzwerk“ gibt Ihnen Aufschluss darüber, wo Sie Budgets und CPCs erhöhen können oder aber Ihre Anzeigentexte überarbeiten sollten, um die Relevanz für die Nutzer zu erhöhen. Tipp 5: Kampagneneinstellungen Unterstützen Sie die Performance Ihrer Kampagnen mit Gebotsstrategien wie tCPA oder tROAS, um automatisch diejenigen Suchanfragen zu priorisieren, bei denen die Wahrscheinlichkeit eines Kaufabschlusses am höchsten ist. Sollten Ihre Kampagnen bereits mit Gebotsstrategien laufen, nutzen Sie diese weiter. Denn die Strategien können hier reagieren. Passen Sie ggf. Ihren tCPA nach oben oder Ihren tROAS nach unten an, um Ihr Conversionvolumen zu steigern. Werfen Sie auch einen Blick auf den Qualitätsfaktor Ihrer Keywords, vor allem um zu überprüfen, wie gut Sie mit Ihren Anzeigentexten aufstellt sind. Haben Sie zudem die aktuelle Best Practice von Google – zwei ETAs und eine RSA pro Anzeigengruppe – auf Ihrer Checkliste, kann es losgehen! Weiterhin lohnt sich ein Blick auf Ihr Keywordset. Dieses können Sie um „weihnachtliche“ Keywords ergänzen, zum Beispiel „geschenkidee für freundin“, „last minute geschenk weihnachten“, „weihnachtsgeschenk für oma“ etc. Haben alle Anzeigen die gängigen Erweiterungen? Standorterweiterungen können vor allem Last-minute-Käufer in Ihr Geschäft bringen. Und ganz nebenbei … Wie ist ihr Google-My-Business-Konto aufgestellt? Bieten Sie dem User hier kostenlose Informationen über Ihr Ladengeschäft! Tipp 6: Zielgruppenlisten und Remarketing Fügen Sie Ihren Kampagnen Zielgruppenlisten zu, um Ihre wertvollsten Nutzer zu identifizieren. Diese Listen unterstützen zudem den Algorithmus Ihrer Gebotsstrategien. Nutzen Sie hingegen manuelles Bidding, priorisieren Sie performante Usergruppen mit Gebotsanpassungen! Empfehlenswerte Zielgruppenlisten sind: kaufbereite Zielgruppen, Similar Audiences und selbst definierte Listen (Alle Besucher, Besucher bestimmter Produktseiten, Käufer). Vor allem im Remarketing-Bereich bieten sich spannende Werbemaßnahmen an. Haben Sie schon einmal an einen Rabatt speziell für Ihre Warenkorbabbrecher gedacht? Oder daran, User über generische Keywords, die in Standard-Searchkampagnen zu teuer sind aufgrund der großen Konkurrenz, in Remarketingkampagnen zu nutzen? Tipp 7: Dynamische Suchanzeigen Spätestens jetzt sollten Sie diesen Anzeigentyp Ihrem Konto hinzufügen. Stellen Sie sicher, dass jede Ihrer Produktkategorien mit dynamischen Suchanzeigen abgedeckt wird. Dadurch haben Sie eine zusätzliche Versicherung, dass Ihnen keine relevanten Weihnachtskäufer entwischen. Zu guter Letzt Denken Sie daran, dass es auch direkt nach Weihnachten noch einmal zu einem erhöhten Suchvolumen kommen kann. Denn dies ist oft die Zeit, in der die Gutscheine oder Geldgeschenke, die unter dem Weihnachtsbaum lagen, eingelöst werden. Wir wünschen Ihnen schon einmal ein frohes Fest! … und bevor Sie zu sehr in vorweihnachtlichen Stress geraten, rufen Sie uns an, wir regeln Ihr Weihnachtsgeschäft.